Epilog Themenwoche „Wie wir leben wollen“

Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs,

unsere diesjährige Themenwoche „Wie wir leben wollen“ neigt sich dem Ende, und damit auch das Jahr 2015. Nachdem wir uns im letzten Jahr ausschließlich mit dem Thema „Flucht“ beschäftigt hatten, wollten wir in diesem Jahr von unseren Autoren wissen, wie sie sich das kommende Jahr vorstellen oder auch wünschen.

Die bewusst offen formulierte Fragenstellung ließ unsere Autorin Louisa Schmökel gleich am 1. Weihnachtsfeiertag dazu bewegen, die Kommerzialisierung des Festes zu kritisieren: „Weihnachten, Besinnlichkeit und Geschenke„.

Im zweiten Beitrag setzt sich Aziz Epik mit Angela Merkels Aussage, Multikulti sei eine Lebenslüge, auseinander. Eine multikulturelle Gesellschaft existiere bereits jetzt, es sei vielmehr an der Zeit, die Grundsätze unseres Zusammenlebens innerhalb des verfassungsrechtlichen Rahmens neu auszuhandeln, schreibt Aziz Epik in seinem Beitrag „Multikulti – Eine Lebenslüge?“.

Rüdiger Morbach widmet sich einem ganz anderen Thema. In seinem Beitrag träumt er von der Abschaffung der Nationalstaaten. Wollen, und vor allem könnten wir so leben? „Gemeinschaft statt Nationen“, lautet der Titel.

Als Alexej Hock am zweiten Weihnachtsfeiertag von einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Dresden liest, kommen Erinnerungen hoch. In seinem Beitrag fordert er mehr Empörung. In einer Gesellschaft, die 875 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte alleine im Jahr 2015 toleriert, möchte er nicht leben.

Einen Blick von außen hingegen lieferte Denis Trubetskoy. Er ist auf der Halbinsel Krim aufgewachsen und lebt mittlerweile in Kiew. Das erlaubt ihm, die Geschehnisse in Deutschland und der EU – unter anderem den Umgang mit Flüchtlingen – von einer gewissen Entfernung zu betrachten. In seinem Gastbeitrag kommt er zu dem Schluss: „Wenn Deutschland scheitert, scheitert Europa„.

Die gesamte PiG-Redaktion bedankt sich für das Interesse an unseren Beiträgen. Im vergangenen Jahr 2015 gab es eine große Änderung, den Umzug auf eine eigene Domain. Im nächsten Jahr erwartet die Leser eine weitere Überarbeitung der Internetseite, insbesondere die Behebung kleinerer Schönheitsfehler werden wir angehen. Ein Novum stellte im vergangenen Jahr auch die Veröffentlichung des 52-seitigen Berichts über die Einflussnahme russischer Politiker und Ideologen auf rechte Stukturen in der EU. Auf einer eigens dafür gestalteten Seite lässt sich der Bericht herunterladen. Der aufwändig recherchierte Bericht war eine der meistegeklickten Seiten unseres Blog im vergangenen Jahr, was wir als Erfolg werten.

Im kommenden Jahr wollen wir neue Formate ausprobieren und weitere Autoren gewinnen. Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr Beiträge von Jenna Hage-Hassan, Paul Morbach,   und veröffentlichen konnten. Wer Lust hat, 2016 mitzumachen, kann uns gerne an redaktion@politik-in-gesellschaft.de schreiben!

Wir hoffen, dass uns unsere Leserinnen und Leser weiterhin gewogen bleiben, wünschen allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2016.